Grafik zum WeltgebetstagAm 3. März waren wir zum Weltgebetstag mit der Liturgie aus den Philippinen in die Pauluskirche eingeladen. Wir sechs Frauen und drei Kinder aus der Martin-Luther-King-Kirche wurden freundlich willkommen geheißen in der fröhlich bunt geschmückten Kirche. Im hinteren Teil luden schön dekorierte Tische schon beim Ankommen zum anschließenden Zusammensein mit Essen und Trinken ein.

Den Gottesdienst feierten wir mit rund 100 Frauen und einer Handvoll Männern. Es machte Freude, die von Kantor Kuhlo am Klavier begleiteten fröhlichen und ansprechenden Lieder zu singen, die sich durch die Liturgie zogen und zu Gebet und Lob Gottes einluden.

Wir „baptistischen“ Frauen durften drei philippinischen Frauen unsere Stimme leihen und von schweren, ungerechten Schicksalen durch Gewalt, Elternlosigkeit, kaum Lohn für schwere Arbeit, Taifun... in Dialogform erzählen, so die Frage stellen: „was ist denn fair?“

Weitere Teile der Liturgie waren Lesungen zu Gottes Gerechtigkeit und Heilung, Lob und Fürbitte.

Es ist für uns jedes Jahr eine schöne Erfahrung, gemeinsam mit den Frauen und Männern verschiedener Kirchen, ein anderes Land (neu) zu entdecken und für dieses Land zu beten.

Auch im Vorbereitungskreis erleben wir ein gutes Miteinander und unterstützen uns in den Vorbereitungen. Seit es in Zuffenhausen keine Methodistengemeinde mehr gibt, sind wir nur noch drei Gemeinden, die den Gottesdienst zum Weltgebetstag und den Informationsabend über Land und Leute gestalten. So freuen wir uns über jedes Interesse und Beteiligung der Kirchen in Zuffenhausen.

2018, wie in jedem Jahr am ersten Freitag im März, lädt unsere Gemeinde zum Gottesdienst zum Weltgebetstag ein, dessen Liturgie von Frauen aus Surinam gestaltet werden wird. Habt ihr schon von diesem Land gehört? Ich bin gespannt und freue mich, hierdurch etwas für mich Neues von Gottes Erde und Menschen zu erfahren und durch den Weltgebetstag verbunden zu sein. Dies besingt jeder Weltgebetstag mit dem Schlusslied „der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder“:

„Wie über Länder, über Meere,
der Morgen ewig weiterzieht,
tönt stets ein Lied zu deiner Ehre,
dein Lob, vor dem der Schatten flieht.

Kaum ist die Sonne uns entschwunden,
weckt ferne Menschen schon ihr Lauf,

und herrlich neu steigt alle Stunden
die Kunde deiner Wunder auf“

Christine Schickell

Liedstrophe aus: „Der Tag ist um“
Text: Karl Albrecht Höppl (1958)
nach dem englischen „The Day Thou Gavest, Lord, Is Ended“ von John F. Ellerton (1870)

Bild: "A Glimpse of the Philippine Situation" von Rowena Apol Laxamana Sta Rosa
© Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.