Was „in unserer Gemeinde los war”, stellen wir jedes Jahr in einem Bericht für die Ratstagung unseres Landesverbandes zusammen. Das bietet die gute Gelegenheit, an dieser Stelle auch für unsere Gemeinde die „Highlights” noch einmal Revue passieren zu lassen, zumal nur die wenigsten Gelegenheit haben, das Berichtsheft des Landesverbandes zu lesen.

Als Gemeinde wollen wir in unserem Stadtteil gemeinsam mit allen Christen arbeiten für die Menschen in Zuffenhausen.

Diese gemeinsame Arbeit umfasste im Jahr 2016 wie schon im Jahr zuvor vor allem die Flüchtlingsarbeit. Gemeinsam mit vielen anderen Gruppen von Zuffenhausen, u.a. Vereine, FFW, Parteien, Kirchen usw. engagierten sich Mitarbeiter unserer Gemeinde vor allem u. a. bei Sprachkursen, Hausaufgabenhilfe, Kinderbetreuung und Spieleangeboten sowie unseren sogenannten „Männerabenden“, Patenschaften, Begleitungen aller Art.

Ökumenisch waren wir darüber hinaus - wie schon in den zurückliegenden Jahren - beteiligt am Weltgebetstag, am ökumenischen Gottesdienst am Ostermontag und am Gottesdienst zum Fleckenfest. Die Impulse zur Gestaltung dieses Gottesdienstes waren in der Gruppe der ACK-Kirchen zusammengetragen worden, und auch die Umsetzung übernahmen alle zusammen.

Nach außen sichtbar wollen wir weiterhin sein durch missionarische Veranstaltungen. Das Frauenfrühstück gibt es nach wie vor in doppelter Ausfertigung: klein und groß. „Klein” ist die „Atempause” als Gesprächskreis einmal im Monat, „groß” ist dann die halbjährliche Veranstaltung mit einem Referat - und vor allem einem reichhaltigen Frühstücksbüffet. Im Frühjahr ging es darum, mit Konflikten umzugehen, ohne unterzugehen; und im Herbst hieß es dann „Das wäre doch nicht nötig gewesen – vom Schenken und Beschenktwerden“ – nicht nur wegen des bevorstehenden Weihnachtsfestes ein aktuelles Thema. Im Rahmen der „Marriage Week” erwartete uns der Theaterabend „Fein gemacht”: Die Schauspieler Britta und Stefan Lennardt wechselten dabei im rasanten Sauseschritt die Rollen und gaben komische und schockierend realistische Einblicke in das Leben der Menschen in Hinterholtheim - irgendwo in Deutschland - die einfach nur glücklich sein wollen.

Neben den genannten Veranstaltungen gab es auch „gemeindeinterne Highlights”. Da war z.B. die neue Erfahrung mit den „Bibelwerktagen“. Dies ist ein Projekt der Stuttgarter Gemeinden und richtet sich an alle an der Bibel Interessierten, wie die klassischen Bibelstundenbesucher, Hauskreise, Mitarbeitergruppen usw. An den ersten vier Abenden wurde „theologisches Schwarzbrot” angeboten in Form der folgenden Themen: „Allein aus Glauben – Paulus, das Gesetz und das Evangelium”, „Drei Evangelien – ein Jesus?”, „Das johanneische Universum – Einblicke in eine geheimnisvolle Welt” und „Alles nur Gnade?! – Fragen nach dem authentischen Lebensstil und Antworten aus den Pastoralbriefen”. Die Bibelwerktage soll es auch 2017 wieder geben.

Nach einigen Jahren Abstinenz fand wieder einmal ein Osterfrühstück statt, zu dem ca. 100 Leute kamen, die in fröhlicher Runde mit einem reichhaltigen Frühstück den Ostersonntag begannen. Auch immer ein Highlight ist der Gottesdienst zur Entlassung aus dem Gemeindeunterricht. Dieses Jahr stand er unter dem Thema „Die große Freiheit” und wurde wie immer von den Teenies mitgestaltet.

Gleichzeitig stand ein Jubiläum an: 10 Jahre ist unsere Pastorenfamilie Schmidt bei den Schwaben. „...schön, dass wir ihn haben” - so hieß es denn auch in dem Lied, das eigens zum Jubiläum entstand. Die Gemeinde hatte ein Dankeschön-Album zusammengestellt, in dem der ganz persönliche Dank der einzelnen Geschwister sehr vielfältig zum Ausdruck kam, und die Gemeindeleitung sagte für zehn Jahre gute gemeinsame Arbeit „Dankeschön” mit einem Tag Sonderurlaub mit Fahrt auf den Hochfelln und entsprechender Marschverpflegung.

Ein besonderes Ereignis für die Kinder war die Einlösung des Weihnachtsgeschenks für die Sonntagsschulkids: Mit 23 Kindern, 5 Mitarbeitern und viel Vorfreude machte man sich anstatt zur Sonntagsschulstunde mit Autos auf den Weg zum Indoorspielplatz "Jump In" in Freiberg am Neckar. Dort gab es viele Spielgeräte für Kinder, die auch mit viel Spaß von den Mitarbeitern genutzt wurden. Alles in allem eine prima Sache um sich noch besser kennen zu lernen und etwas zusammen zu erleben.

Um Kinder ging es auch beim „Runden Tisch junge Familien”. Ziel war es, miteinander ins Gespräch zu kommen und zu signalisieren, dass die Familien mit ihren Anliegen der Gemeinde wichtig sind. Wir nehmen wahr, dass das Umfeld, in dem sich unsere Familien heute bewegen, deutlich anders aussieht und Familien anderen Herausforderungen ausgesetzt sind als noch vor 20 Jahren, besonders weil Gesellschaft und Berufswelt sich rasant verändert haben. Wie kann Gemeinde, konkret unsere, dem hilfreich begegnen? Und wie können Familien sich im Gemeindeleben einbringen? Es wurde vereinbart, in dieser Runde das Gespräch weiter zu führen.

Zum Ende der Sommerferien stand unser alljährliches Gemeindefest im ev. Waldheim an - wirklich „ein Tag vom Feinsten” wurde uns geschenkt. Und das in mehrfacher Hinsicht: zum einen Sommerwetter, wie es nicht schöner hätte sein können, und zum anderen ein volles Haus zusammen mit den tamilischen Geschwistern, die seit langem Gäste in unserem Haus sind. Der Gottesdienst stand unter dem Thema „Segen” - im Hinblick auf die Segnung all derer, für die mit dem neuen Schuljahr etwas Neues beginnt.

Und auch der „Treffpunkt” konnte noch mit einem „Highlight” aufwarten: einer Planwagenfahrt durch die Weinberge bei Mundelsheim. Bei mehreren Stopps genossen die Teilnehmer nicht nur jeweils eine Weinprobe mit köstlichen Snacks, sondern auch die wunderschöne Aussicht auf die Neckarschleife und die Steillagen der Weinberge.

Schönstes Gemeindefest war aber der Taufsonntag, an dem wir zwei Mitglieder in unsere Gemeinde aufnehmen konnten, neben einem „neuen“ jungen Bruder auch einen „alten“ jahrzehntelangen Freund, der nach der Änderung unserer Gemeindeordnung hinsichtlich der Aufnahme kindgetaufter Geschwister sofort einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt hatte.

Die Dezember-Veranstaltungen stehen bei Fertigstellung dieses Berichtes noch aus: Christvesper und Weihnachtsgottesdienst sowie der traditionelle Familiengottesdienst am vierten Sonntag im Advent. Und auch am Adventsmarkt in Zuffenhausen wird unsere Gemeinde wieder beteiligt sein.

Wir merken immer wieder, dass wir eine Gemeinde mit einer kleinen Kraft und einer großen Sehnsucht sind. Und wir wünschen uns sehr, dass das, was wir tun und glauben, Kreise zieht – nach außen und nach innen. Im Sinne unseres Zweijahres-Themas „Träum weiter” könnte man unsere Hoffnungen und Wünsche für 2017 so formulieren: Träum weiter mit dem, was wir sind. Träum weiter mit dem, was Gott uns schenkt. Träum weiter mit dem, was wir an Hoffnungen für unsere Stadt und unsere Gemeinde in uns tragen.

Helga Scharkowski